Hildegard von Bingen Medizin

 

Biografie Hildegard von Bingen

Die heilige Hildegard von Bingen wurde am 16. September 1098 geboren und starb am 17. September 1179.

Sie war das zehnte Kind einer Familie in Bermersheim in Rheinhessen. Als Kind litt sie öfters an Krankheiten und hatte auch schon Erscheinungen und Visionen. Man brachte sie deshalb
zum Benediktiner-Kloster Disibodenberg. Dort lernte sie Jutta von Spanheim kennen, die Gründerin der Klause, in der sie dort lebte.

Da das Leben in dieser Klause sehr einsam war und sie nur zu ihrer Lehrerin Jutta und den anderen Mädchen hatte, lernte sie das Lesen des lateinischen Psalters.

Im Jahre 1114 legte Hildegard das Gelübte zur Nonne ab. Sie war damals 16 Jahre alt. Hildegard lebte weiter in der Gemeinschaft, wurde im Alter von 38 Jahren Leiterin der Gemeinschaft, Nachfolgerin von Jutta von Spannheim, als diese starb.

1147 gründete Hildegard bei Bingen auf dem Rupertsberg ihr eigenes Kloster, wo sie bis zu ihrem Tode im Jahre 1179 mit 81 Jahren starb.
Neben diesem Kloster bei Bingen gründete sie noch ein anderes Kloster in Eibingen, das heute noch existiert.

Hildegard kam zwar nicht weit in der Welt herum, hatte aber dennoch viele Kontakte zu wichtigen Menschen ihrer Zeit. So stand sie beispielsweise ständig im Kontakt zu Barbarossa oder auch dem Papst.

Bereits kurz nach ihrem Tode, im Jahre 1228, wurde die Heiligsprechung angeregt. Da es jedoch interne Querelen in der Kirche gab, wurde dies nicht durchgeführt.

Erst im 16. Jahrhundert wurde Hildegard in das Verzeichnis der Heiligen aufgenommen.

Noch heute bewahrt man in Eibingen in der Kirche Sankt Hildegard und St. Johannes des Täufers ihre Reliquien auf.

Das Kloster in Rupertsberg, wo sie ihr Leben verbrachte, wurde 1660 zerstört.



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